Geschichten

MEINE FRAU HAT IMMER ABGELEHNT, MIT MIR ZU DUSCHEN

Ich erstarrte. Dieser Ton… war nie Ifunwas. Es war, als spräche jemand anderes hinter der Tür, jemand, der nicht menschlich war. Ich zog mich langsam zurück, mein Herz hämmerte in meiner Brust.

Ich sagte ihr an diesem Abend nichts. Sie kam strahlend aus dem Bad, mit roten Augen und einem ruhigen Gesicht. Sie lächelte vage und ging ins Schlafzimmer, wo sie ohne ein weiteres Wort ins Bett ging.

Aber in dieser Nacht konnte ich nicht schlafen. Ich lag da, starrte an die Decke und fragte mich, wer die Frau neben mir war. Was verbarg sie?

Am nächsten Tag ging ich früher zur Arbeit. Aber anstatt ins Büro zu gehen, hielt ich im Dorf meiner Großeltern an. Dort lebte Tante Niculina, eine erfahrene Frau, die in der ganzen Gegend als „Heilerin“ bekannt war – eine Frau, die Zeichen, Beschwörungen und Flüche kannte.

Ich erzählte ihr alles. Sie blinzelte nicht. Sie nickte nur.

— Sie ist kein Mensch, Junge. Wenn Wasser sie verbrennt, wenn Regen sie erschreckt… sie stammt von alten Geistern ab. Es ist etwas, das von Mutter zu Tochter weitergegeben wurde.

— Was kann ich tun? fragte ich verzweifelt.

— Du musst ihr Geheimnis brechen. Du musst sie im Wasser fangen, aber es darf nicht ihr Wille sein. Nur so wird sie ihr wahres Gesicht zeigen.

Ich verließ den Ort mit einer Flasche geweihtem Wasser und einem Plan.

Am Abend war Ifunwa in der Küche. Sie beugte sich gerade zum Schrank, als ich, mit zitterndem Herzen, sie mit dem Wasser aus der Flasche bespritzte.

Sie schrie. Ein scharfer, fremder Schrei. Sie fiel auf die Knie, und ihre Haut – die perfekte, glatte Haut – begann zu reißen. Nicht wie verbrannt, sondern wie eine Tonmaske, die zerbricht.

Unter ihr war kein Fleisch. Es war ein seltsames, flüssiges Licht, wie geschmolzenes Gold. Und ihre Augen – ihre Augen waren weiß geworden, ohne Iris, ohne Leben.

— Du hast einen Fehler gemacht, — zischte sie. — Jetzt weißt du es. Aber du darfst es niemandem sagen.

Ich nahm sie am Arm, zitternd, und sprach ein Gebet, das mir meine Tante gegeben hatte. Die Worte brannten auf meiner Zunge, aber sie erleuchteten den Raum. Ifunwa wand sich, dann fiel sie ohnmächtig zu Boden.

Als sie aufwachte, war sie nicht mehr dieselbe. Sie hatte keine Erinnerungen mehr. Sie sah mich an wie ein verlorenes Kind. Und aus diesem kalten, schönen Körper strömte nichts mehr Unheimliches.

Ich betete Nächte lang, dass ich die Frau, in die ich mich verliebt hatte, nicht verloren hatte. Und auf eine Weise hatte ich sie nicht verloren.

Aber ich habe nie wieder mit Wasser gescherzt.

Und jeden Abend zünde ich eine Kerze an und danke dem Höchsten, dass die Wahrheit, so schwer sie auch sein mag, besser ist als eine glänzende Lüge.

Dieses Werk ist inspiriert von realen Ereignissen und Personen, wurde jedoch zu kreativen Zwecken fiktionalisiert. Namen, Charaktere und Details wurden geändert, um die Privatsphäre zu schützen und die Erzählung zu verbessern. Jede Ähnlichkeit mit realen Personen, lebendig oder verstorben, oder mit realen Ereignissen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt vom Autor.

Der Autor und der Herausgeber übernehmen keine Verantwortung für die Genauigkeit der Ereignisse oder für die Art und Weise, wie die Charaktere dargestellt werden, und sind nicht verantwortlich für mögliche Fehlinterpretationen. Diese Geschichte wird „wie sie ist“ angeboten, und alle geäußerten Meinungen gehören den Charakteren und spiegeln nicht die Ansichten des Autors oder des Herausgebers wider.

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