Geschichten

AM ALTAR, MEINE TOCHTER FLÜSTERT: „LASS MICH NICHT MIT DER NEUEN MAMA…”

Eines Abends, als ich dachte, Lili schläft, hörte ich Flüstern aus ihrem Zimmer. Ich schlich mich näher und sah Clara auf dem Boden sitzen, mit einem Buch in der Hand. Ihre Stimme zitterte ein wenig.

— Ich weiß, dass ich nicht deine Mama bin, sagte sie, aber ich möchte deine Freundin sein. Und wenn du eines Tages möchtest, dass ich auch deine Mama sein darf, werde ich hier sein. Immer.

Lili lag mit offenen Augen da, ohne ein Geräusch von sich zu geben.

Am nächsten Morgen hatte sich etwas verändert. Klein, aber sichtbar. Lili fragte Clara, ob sie mit ihr essen wolle. Und als Clara einen Teller brachte und sagte: „Ich konnte keine Tiere machen, aber ich habe deine Lieblingsflocken gefunden“, lächelte das Mädchen. Zum ersten Mal seit langem.

In einem Monat begann Lili, sie „Clara“ zu nennen. Nach weiteren zwei Monaten „Mama Clara“.

Und eines Abends, als ich sie ins Bett brachte, fragte sie mich:

— Papa, glaubst du, dass Mama von oben stolz auf mich ist?

— Ich bin mir sicher, dass sie es ist, mein Schatz. Denn du hast gelernt, wieder zu lieben.

Und in diesem Moment wusste ich, dass unsere Familie, obwohl anders, wieder ganz war.

Dieses Werk ist inspiriert von realen Ereignissen und Personen, wurde jedoch zu kreativen Zwecken fiktionalisiert. Namen, Charaktere und Details wurden geändert, um die Privatsphäre zu schützen und die Erzählung zu verbessern. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen oder mit realen Ereignissen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt vom Autor.

Der Autor und der Herausgeber übernehmen keine Verantwortung für die Genauigkeit der Ereignisse oder für die Art und Weise, wie die Charaktere dargestellt werden, und sind nicht verantwortlich für mögliche Fehlinterpretationen. Diese Geschichte wird „wie sie ist“ angeboten, und alle geäußerten Meinungen gehören den Charakteren und spiegeln nicht die Ansichten des Autors oder des Herausgebers wider.

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