Die Nahrungsaufnahme im Einklang mit dem biologischen Rhythmus könnte Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Forscher von Mass General Brigham haben herausgefunden, dass der Zeitpunkt, zu dem wir essen, ebenso wichtig ist wie das, was wir essen, insbesondere für Menschen, die in Nachtschichten arbeiten, berichtet Nature Communications.
Die Uhrzeit, zu der wir essen, ist viel wichtiger für die Gesundheit des Herzens
Die Studie legt nahe, dass die Begrenzung der Mahlzeiten auf die Tagesstunden das Gesundheitsrisiko, das mit der Störung des zirkadianen Rhythmus verbunden ist, erheblich reduzieren könnte. Diese Entdeckung könnte wichtige Auswirkungen auf Millionen von Menschen haben, die in Schichten arbeiten.
Frühere Forschungen haben gezeigt, dass die Arbeit in Nachtschichten das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Die neue Studie weist jedoch auf eine mögliche Lösung hin: den Verzehr von Lebensmitteln nur tagsüber.
Die Studie umfasste 20 junge und gesunde Teilnehmer, die einem klinischen Protokoll von zwei Wochen unter strengen Kontrollbedingungen unterzogen wurden. Sie hatten keinen Zugang zu Fenstern, Uhren oder elektronischen Geräten.
Die Teilnehmer wurden nach einer anfänglichen Wachzeit von 32 Stunden ohne Unterbrechung in zwei Gruppen eingeteilt:
- Eine Gruppe, die sowohl tagsüber als auch nachts aß
- Eine Gruppe, die ausschließlich tagsüber aß
Beide Gruppen hatten das gleiche Schlafprogramm, was es den Forschern ermöglichte, den Effekt des Zeitpunkts der Mahlzeiten zu isolieren.
Die Ergebnisse der Studie
Die Forscher analysierten mehrere Risikomarker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen:
- Aktivität des autonomen Nervensystems
- Niveaus des Plasminogen-Aktivator-Inhibitors-1 (PAI-1)
- Blutdruck
Die Ergebnisse zeigten einen Anstieg dieser Marker nur in der Gruppe, die sowohl tagsüber als auch nachts aß. Die Gruppe, die ausschließlich tagsüber aß, zeigte keine signifikanten Veränderungen.
Sarah Chellappa, Hauptautorin der Studie und Professorin an der Universität Southampton: „Wir haben jeden Faktor kontrolliert, der die Ergebnisse beeinflussen könnte, sodass wir sagen können, dass die Effekte durch den Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme verursacht werden.“
Limitierungen und Stärken
Die Studie hat einige Limitierungen, darunter:
- Die kleine Stichprobengröße der Teilnehmer
- Die relativ kurze Dauer von zwei Wochen
Trotz dieser Limitierungen zeichnet sich die Studie durch die strenge Kontrolle der Variablen aus, einschließlich:
- Schlafprogramm
- Zusammensetzung und Menge der Nahrungsmittel
- Lichtaussetzung
- Körperhaltung
- Grad der körperlichen Aktivität
Die Ergebnisse dieser Studie könnten bedeutende Auswirkungen auf folgende Gruppen haben:
- Arbeiter in Nachtschichten
- Personen mit Schlaflosigkeit oder Schlafstörungen
- Menschen mit unregelmäßigem Schlafrhythmus
- Reisende, die häufig zwischen verschiedenen Zeitzonen wechseln
Die Vermeidung von Mahlzeiten in der Nacht könnte eine einfache und effektive Strategie zur Reduzierung des kardiovaskulären Risikos in diesen Gruppen bieten.


